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In den vergangenen Wochen ist das Training ausgefallen. Das heißt aber nicht, daß wir unsere Hunde in die Ecke gestellt haben. Der Eine hatte Glück in seiner Wohngemeinschaft ein „Opfer“ für einen gelegentlichen Trail gefunden zu haben. Der Andere aber nicht. Ein paar Wochen ohne Training schadet dennoch keinem Trailer. Die Hunde vergessen nicht. Eher schon der Hundeführer…


Deshalb jetzt mal ein Gassi-Blog. Denn richtiges Gassigehn ist wirklich wichtig. Jeder sollte mit seinem Hund mindestens 1 bis 2 Stunden spazieren gehen. Täglich. 7 Tage die Woche. Auch der Mantrailer muß mit dem Rudelchef die Gegend checken und zwar in der Unterordnung. In einem Hunderudel gibt es Hierarchien und eine natürliche Unterordnung. Unterordnung hat nix mit Angst zu tun. Angst gehört in kein Rudel hinein, Respekt ja. Unterordnung ist auch nichts Schlimmes, was man von seinem Vierbeiner nicht abverlangen darf. Die, die sich unterordnen, sind meist klüger, entspannter und leben im Rudel oft deutlich länger. Sie haben nicht den Stress und die Verantwortung des Anführers.


Unsere Hunde sollten unter Kontrolle sein. Beim Gassigehn kann man das sehr schön üben.

Bei-Fuß, Sitz, Platz und Bleib, Hierher und das alles mit und ohne Leine. Ganz wichtig sind das Abbruchkommando und das Platz auf Distanz. Abbruch heißt, wenn der Hund etwas Ungewünschtes tut, ihn mit einem klaren Kommando davon abhalten (Jagen, Buddeln, Fremdes am Weg fressen, etc). Platz auf Distanz ist wichtig, wenn eine Gefahr zwischen Hund und Hundeführer gerät (Auto, Fahrräder etc.). Das alles wird u.a. übrigens auch bei der Begleithundeprüfung abverlangt.

Gina, Lina, Oro, Betty und Eyko üben für den Alltag und die Begleithundeprüfung

Und dann üben wir natürlich auch das Freilaufen des Hundes. Es sollte immer in den Gassigang eingebaut werden. Wenn die Hunde im Freilaufen jedoch nicht mehr abrufbar sind gehören sie wieder für eine Weile an die Schleppleine.


Für das Training gibt es Hilfen für die Hundeführer: Hundeschulen, Bücher, Experten und Hundeflüsterer (Solche, die es von sich glauben und ziemlich Wenige, die es dann auch sind.)


Das alles heißt aber, dass der Hundeführer im Jetzt und beim Rudel sein muss. Er muss z.B. das Wild vor dem Hund sehen, er darf nicht mit Ratschen oder seinem Handy beschäftigt sein. Er sollte auch nicht rauchend am Auto stehen und warten bis der Hund sich gelöst hat und das wars dann. Verantwortungsvolle Hundehaltung heißt auch nicht, dass ein mehr oder minder großer Garten den Ausgang ersetzt und dass man glaubt mit ein paar Ballwürfen den Bewegungsdrang des Hundes zu sättigen. Die 1 bis 2 Stunden täglich gelten übrigens auch für kleinere Hunde.


Und falls sich jetzt jemand gerade damit befasst einen Hund zu kaufen, bitte überlegt es Euch vorher, ob Ihr die Lust und Zeit für ihn aufbringen könnt und wollt. So ein Hund begleitet Euch oft über 15 Jahre. Wenn nicht, ist der Hund das falsche Tier für Euch. Seid ehrlich zu Euch selber.


Und wer vielleicht jetzt ein klitzekleines Stückchen von einem schlechten Gewissen hat, der komme von seiner Couch und hol die Leine zum Gassigehen...

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