Ablenkung. Der Katzenblog!


Was könnte Hunde generell so vom Trailen abbringen?

Wenn manche Hunde eine Katze sehen, geht es ihnen so wie Alf. Sie hinterlassen ein Chaos, vergessen alles was sie so gelernt haben und jagen der Katze nach.

Oder dem Reh.

Oder dem Fahrradfahrer.

Oder dem blöden Nachbarshund.

Oder dem Auto.

Oder dem Jogger.

Oder den Wildspuren.

Oder dem Geruch der läufigen Hündin…oder oder oder.


Ablenkung ist

a) das Abweichen von einer Richtung oder

b) das Abbringen von einer eingeschlagenen Richtung und sie kann aber auch

c) psychische Entspannung und Zerstreuung bedeuten.


Unsere Hunde sollen trailen und alles was sie davon abbringt ist mehr oder minder Ablenkung:

"Bist du aber süß" – es gibt KollegInnen, die kollabieren, wenn ihre Hunde auf dem Trail von Passanten angesprochen oder gestreichelt werden. Das kann dann den Hund, aber oft noch schlimmer, vor allem den Hundeführer, aus dem Trail rausbringen. Also Ruhe bewahren, Pause machen.

Oder wenn unsere Wauzis erst mal andere Hunde entlang des Trails begrüßen.

Oder der Würstlstand am Trail, genau der, der so gut riecht und mit viel Glück (für den Hund) wird dem Hundi auch noch sowas Leckeres angeboten. (Leider immer nur dem Hund!)

Oder der Baustellenlärm mit diesem grausigen Presslufthammer. Oder das Gewitter mit Sturm, Blitz und Donner. Ober Silvester mit den Böllern.


Oder einfach nur schwieriges Gelände:

Ablenkung kann Angst und Stress auslösen oder eben auch nur die Sinne auf was anderes lenken.


Bei Einsätzen geht es oft sehr lebhaft zu (Polizei, Feuerwehr, andere Hunde u.v.m.). Und auch hier heißt es, die jungen Hunde und auch Welpen einfach mitnehmen. Sie können dann vom sicheren Auto alles erleben und gewöhnen sich daran.


Und was lenkt eigentlich die Hundeführer so ab?

Das schöne Kleid in der Schaufensterauslage? Der knackige Hintern vor uns? Das Klingeln des eigenen Handys? Oder aber auch: da vorne ist ne Katze. Was wird mein Hund da wieder anstellen.


Ihr merkt schon, wenn wir uns vor Ablenkung schützen wollen, müssen wir uns genau dieser aussetzen und dann das gewünschte Verhalten trainieren. Das hat viel mit guter Sozialisierung zu tun (unsere Nicole z.B. übt hier reglemäßig mit ihrem nicht einfach zu führenden altdeutschen Rüden Eyko). An dieser Stelle herzlichen Dank an Hagebau in Traunstein fürs Üben lassen.


Ablenkung trainieren setzt Hund und Hundeführer manchmal ganz schön unter Strom, doch mit jedem Üben wird das Stresslevel besser und irgendwann gehen wir hoffentlich locker mit einstmalig panischen Situationen um.


Der Ruck an der Trailleine, weil wir nicht aufgepasst haben, unser Hund lospritscht und wir mit unserer Leinenführung nicht hinterherkommen, reißt unseren Hund ebenfalls vom Trail und er ist erst mal raus.


Ablenkung kann aber auch was Positives sein: Sie dient der Beruhigung des Geistes. OMMMM!


Das gilt auch für unsere Hunde. Manchmal bieseln sie und schnüffeln hier und da, oft in Trailsituationen, die schwierig für sie sind. Sie nehmen sich erst mal selber raus. Dann kann der Hundeführer sie noch weiter beruhigen, Pause machen und dann geht es oft mit der richtigen Lösung weiter.


Jeder Hund lässt sich also ablenken. Aber jeder eben anders. Wir Hundeführer müssen unsere Hunde genau kennen und wissen, wie sie in vielen Situationen reagieren. Nur dann kann man auch auf Ablenkungen richtig reagieren und erfolgreich trailen. Das alles ist aber gar nicht so einfach und wir üben daran ein Trail-Leben lang.


Der Weg ist das Ziel.

Trotzdem: Die Katze da vorn wär schon lecker!



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